In meinem Garten Pflanze ich….

IMG_0761Am 24.09.2013 fand im Zuge von „urban spricht kunst“ der Workshop „In meinem Garten pflanze ich“ gemeinsam mit der Tiroler Künstlerin Ina Hsu statt. Neben dem „Kindergarten für Alle“ besuchte uns auch die 4b aus der Volksschule Prall-Ost. Wie ihnen dieser Tag gefallen hat könnt ihr hier nachlesen. Die Kinder haben einen Gemeinschaftsaufsatz über den Workshop geschrieben und wir können nur dazu sagen: Danke, dass ihr dabei ward! Uns hat es mindestens genauso viel Spaß gemacht wie euch!

Euer urbansprichtkunst-team//na

Ein schöner Ausflug, oder: Gartenkunst / Gemeinschaftsaufsatz der 4b-Klasse

Am Dienstag, 24.9. trafen wir uns bereits um halb 2 Uhr vor der Schule, denn  wir durften an einem Kunstworkshop im Garten des Franziskanerklosters teilnehmen. (www.urbansprichtkunst.at)

Zuerst teilte unsere Lehrerin Karin Graber die gesammelten Schuhkartons aus, dann machten wir uns auf den Weg zum Bus. Timon`s und Evren`s Mama begleiteten uns und wir hatten bereits unterwegs viel Spaß miteinander.Der C-Bus brachte uns schnell in das Stadtzentrum. Unsere Lehrerin führte uns sofort in den Garten des Franziskanerklosters. Nadja, Ute, Lisa und Ina begrüßten uns herzlich und führten uns in 4-er Gruppen durch den Garten. Wir entdeckten viele Kunstwerke: große Bilder, lustige Figuren, verpackte Taschentücher, Bilderstreifen und eine Himmelstreppe. Viel Spaß machte es uns allen, durch die Ferngläser schauen zu dürfen und damit weit entfernte Dinge zu finden oder Menschen plötzlich ganz nahe und groß zu sehen. Dann zeigte uns die Künstlerin Ina ihr Gartenkunstwerk. Sie hat ihren Garten in einen alten Koffer gebaut und es gab sehr vieles zu entdecken darin. Auf einer großen Decke mitten im Garten gab es hunderte kleine Dinge: Perlen, Autos, anderes Spielzeug, Stoffe, Steine, Lego, Papier, Plastikfiguren, Plastiktiere, Schmuck, und vieles mehr. Jeder von uns durfte sich ein paar „Schätze“ für seinen Garten aussuchen und anschließend auch noch etwas Moos, Baumrinden und Zweige von einer anderen Decke nehmen. Dann kamen wir zu den Malstationen, wo wir unsere Schuhschachteln bemalen konnten. Jeder malte sie anders – eben in seinen Lieblingsfarben – und manche malten auch einen Weg oder eine Straße hinein. Zum Glück schien die Sonne an diesem Tag, denn so trocknete die Farbe sehr schnell und wir konnten unsere „Schätze“ nun vorsichtig in den Karton kleben. Es machte uns allen viel Freude und wir zeigten die schönen Gärten sofort unserer Lehrerin. Auch das Enkelkind von Frau Graber war im Garten, gemeinsam mit ihrer Tochter Nadja und ihrem Sohn Florian. Noah ist erst 11 Monate alt und er war sehr lustig und lachte uns alle an. Florian machte viele Fotos von uns und unseren Gärten. Nach dem Fotgrafieren stellten wir unsere Gärten an einen sicheren Ort und stärkten uns mit Apfelsaft, Knabbergebäck und süßen Äpfeln. Zum Schluss spielten wir alle im Kreis mit einem großen, bunten Fallschirmtuch. Dann verabschiedeten wir uns und bedankten uns für diesen wunderschönen Nachmittag bei Nadja und ihrem Team. Unsere Lehrerin lud uns daraufhin noch alle zu einem guten Eis ein, das wir vor den Klostermauern genüsslich aßen. Daraufhin fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zu unserer Schule. Dort warteten schon viele Eltern, da wir erst um 17.30 ankamen. Wir alle hatten an diesem Nachmittag viel Spaß und Freude, und manche von uns meinten beim Erzählen: „Das war der tollste Ausflug aller Zeiten!“

 

Gratwanderung

Bild„Unterwegs auf dem Grat zwischen „Schwarz und Weiß“, „Gut und Böse“, „Gott und Teufel“, „Innen und Aussen“ … Es ist eine Wanderung, die nicht ohne Gefahren lebt, mit der Chance auf Erkenntnisse, mit der Chance auf Freiheit und Eigenständigkeit.“

//Renée Stieger

 

 

Renée Stieger spielt in ihrer Performance mit allen möglichen Gegensätzen. Die verschiedenen Entwicklungsabschnitte, die man in einem Leben durchläuft, die Selbstverantwortung, die man übernehmen muss, das Reifer-werden –  all diese Dinge, die notwendig sind, zum weiterkommen, greift sie auf. Durch den metaphorischen Bezug zum Grat, zu wandern und den Gipfel zu besteigen, also Tätigkeiten, die nicht immer ganz einfach zu bewältigen sind schafft sie einen sinnbildhaften Ausblick. Es verhält sich so mit dem Leben wie mit dem Grat, es ist ein ständiges Hin und Her, gezeichnet von Wiedersprüchen und Entscheidungen – der Gewinn ist der Ausblick auf Erfahrungen.

 

Die Performance findet am 3.Oktober 2013 um 18 h statt.

Ort: Franziskanerkloster/Eingang Franziskanerplatz in Innsbruck

Eintritt frei!

 

das urbansprichtkunst-team//na

THE PEAK

Bild THE PEAKSkifahren ist die beliebteste Wintersportart und lockt jedes Jahr knapp 9 Millionen Menschen auf die Pisten Tirols. Der Massentourismus und der Klimawandel haben in den letzten Jahren zu gravierenden Veränderungen in der österreichischen Bergwelt geführt, die zunehmend intensive Eingriffe zur Vorbereitung der Saison notwendig machen. Der junge Regisseur Hannes Lang hat mit seinem Team ein Jahr lang die Bau- und Produktionsprozesse in den Bergregionen verfolgt und die Folgen des Tourismus für Mensch und Natur in einer preisgekrönten Dokumentation festgehalten.

 Trailer ansehen

„The Peak“ wird im Zuge des Kunstfestivals „urban spricht kunst“ am 2. Oktober um 18 Uhr im Leokino gezeigt. Die Vorführung  wird unterstützt vom Doktoratskolleg „Arts & Politics“ der Universität Innsbruck

Regisseur Hannes Lang über seinen Film „The Peak“ – Gespräch zum Film

Herr Lang, das Thema der landschaftlichen Veränderungen durch den Wintersport ist nicht neu. Was lag Ihnen daran, einen Film darüber zu machen?

Hannes Lang: Ein Film wie „Peak“, der sich mit den sichtbaren Veränderungen der alpinen Landschaften auseinandersetzt, ermöglicht durch sein konkretes Abbilden, dass ein Zuschauer eine konkrete Erfahrung machen kann – dass er sieht, hört, spürt und so im besten Falle Anregungen findet, um sich mit dieser Realität auseinandersetzen zu können. Der Film muss eine Erfahrung für den Zuschauer sein, die er zuvor noch nicht gemacht hat, um einen Prozess in Gang zu bringen. Dabei müssen die Themen nicht immer neu sein – wie sonst könnte es beispielsweise so viele Liebesfilme geben – sondern einen anderen Blickwinkel auf etwas Bekanntes vorschlagen, andere Fragen stellen, die Dinge in einem neuen Kontext zeigen.

Hatten Sie keine Probleme, Drehgenehmigungen oder Statements zu bekommen? Ihr Film preist nicht gerade die Leistungen des Wintersporttourismus …

Es war allen Beteiligten von Anfang an klar, dass „Peak“ kein Imagefilm für die Alpen werden würde. Mir geht es aber nicht darum, den einzelnen Unternehmer zu verteufeln, der versucht, in einer Region, die aufgrund ihrer geologischen Grundvoraussetzungen im globalen Gefüge wenig Überlebenschancen hätte, eine rentable Industrie zu unterhalten. Aber den meisten Menschen wird klar sein, dass wir uns am Limit des Tragbaren befinden. Die Natur kränkelt, die Paradiese gibt es nicht mehr, oder sie müssen durch einen massiven Aufwand an Technik aufrechterhalten werden. Irgendwann folgt einer solchen Überdehnung zwangsläufig ein Bruch. Davon berichten die Protagonisten in meinem Film.

Es gibt vor allem Bilder außerhalb der üblichen Tourismussaison in den Bergen. In welchem Zeitraum fanden die Dreharbeiten statt?

Die Dreharbeiten fanden zu 80% außerhalb der touristischen Hochsaison statt, weil der Film zeigen will, welche Produktionsprozesse hinter dem Skitourismus stecken. All die Bemühungen bleiben dem Touristen verborgen, wenn er im Winter auf perfekten Kunstschneepisten fährt. Ein wenig geht es in „Peak“ deshalb auch darum, den Mythos von unberührter Natur zu entzaubern und unser von Phantasmen geprägtes Naturverständnis zu hinterfragen.

Sehen Sie sich mit Ihrem strengen Stil aus unkommentierten, langen, statischen Einstellungen in einer Tradition ähnlich arbeitender Filmemacher wie Nikolas Geyrhalter oder Michael Glawogger?

Jeder Inhalt braucht eine Form, die ihn soweit spiegelt, dass sie selbst Teil des Inhalts werden kann. Und jedes Bild verdient die Zeit, die es braucht, um einen Zustand beim Zuschauer hervorrufen zu können. Das ist das Grundversprechen des Kinos und wurde sicherlich auch von Filmemachern wie Glawogger und Geyrhalter bedacht. Die Form, die ich für „Peak“ gewählt habe, spiegelt das Artifizielle und das Surreale, das ich in der Landschaft vorgefunden habe. Nur, dass uns beim Schauen eines Filmes im Gegensatz zum Betrachten einer Landschaft bewusst ist, dass es sich um einen Zauber handelt, der auf einer hochkomplexen Technologie basiert.

INTERVIEW: CHRISTIAN MEYER

ERSTVERÖFFENTLCIHUNG: 28. MÄRZ 2013

IN: WWW.CHOICES.DE/KINO

„Tempo rare“

2013-09-14 19.09.32

der glaube versetzt berge

die hoffnung stirbt zuletzt

### dazwischen eingekeilt###

die liebe

als spitze des eisbergs

geben ist seliger als nehmen

drum weine nicht

kleine eva

wenn dir der adamsapfel

im halse stecken bleibt

ob seiner unfähigkeit

einer

eigenen

meinung

angesichts der vertreibung

//Robert Tribus

Die Arbeit von Robert Tribus ist noch bis zum 06.10.2013 im Garten des Franziskanerklosters zu sehen.

Auf der Mauer, auf der Lauer….

Bild TierperformanceDie Landflucht ist eigentlich ein menschliches Phänomen. Doch in unserer heutigen Zeit betrifft sie auch die Tierwelt. Der Stadtraum bietet Tieren viele Vorteile. Der Lebensmittel-Überschuss erleichtert die Nahrungssuche, was dazu beiträgt, dass die Artenvielfalt in den Städten mittlerweile größer ist als am Land. In den Tierperformances von Nicole Weniger werden unterschiedliche Tiere dargestellt, die im öffentlichen Raum auftreten. Sie sind in die Städte immigriert und versuchen sich dort auf absurde Art und Weise den Stadtraum anzueignen. Mit ihren Tierperformances erzählt Weniger urbane Mythen. Märchen von Riesenschlangen, die in der Kanalisation leben und Krokodilen, die aus dem Zoo ausgebrochen sind. Der Ort, an dem das Tier auftaucht, wird für einen kurzen Moment zu einer Bühne.

Die Handlungen des Tieres interagieren mit dem spezifischen Charakter des Ortes und verwandeln die Stadt in eine Landschaft. So schnell und ungewöhnlich wie das Tier aufgetaucht ist, verschwindet es auch wieder.

Tierperformance von Nicole Weniger: 25.09.13, 18 h, 05.10.13, 17 h

Ort: Franziskanergarten/Eingang Franziskanerplatz

das urbansprichtkunstteam//na

Foto: Nicole Weniger, München, 2012

Peter&Sue

Du stehst darin, du schaust, du hörst, du suchst….

du verlierst dich und der Raum beginnt sich zu drehen.

BildDie Videoinstallation Peter&Sue besteht aus zwei örtlich getrennten Teilen. Im hörbaren Bereich werden akustische Fetzen einer Geschichte erzählt. Der zweite, sichtbare Bereich muss erst mit Hilfe von Ferngläsern und Feldstechern gefunden werden. Obwohl am selben Ausstellungsort, finden die Werkteile so getrennt von einander statt, dass es einen aktiven Suchenden benötigt, um sie verschmelzen zu lassen. Der Betrachter wird eingesponnen in den inhaltlichen Zirkelschluss der Videoarbeit und auf eine postmoderne Jagd nach Räumen im Nirgendwo geschickt, auf eine Suche nach Verschmelzung getrennter Orte und Stellvertreter-Protagonisten.

Johannes Felder beschäftigt sich in seinen Filmen mit unterschiedlichsten Raumwelten und deren psychosozialen Auswirkungen. Seine Arbeiten sind auch Satire – schwanken stets zwischen absurd surrealistischer Verzerrung und tragisch-humorvoller Ironie.

das urbansprichtkunst-team//na

Der Schreiraum

SchreiraumDer Schreiraum fungiert als Ventil für angestaute Gefühle, die im öffentlichen Stadtgeschehen unterdrückt werden. Er gibt den PassantInnen die Möglichkeit, in einem schalldichten Raum, mitten in der Stadt, jeglicher Art von Emotion freien Lauf zu lassen. Ob Wutausbrüche oder Freudenjuchza, alles ist erlaubt.

Betritt man den Raum, kommt es zu einem Perspektivenwechsel. Der im Raum projezierte Livestream zeigt die Aussicht von einem Berg in Innsbrucks näheren Umgebung. Man steht im übertragenen Sinne auf dem Gipfel, mit Blick auf das Bergpanorama. Der eigene Schrei wird von diesem hohen Punkt über Lautsprecher live abgespielt und als verspätetes Echo im Raum zu hören sein. Der Schreiraum ermöglicht somit eine virtuelle Gipfelerfahrung inklusive simultaner Bild- und Geräuschübertragung auf den Berg.

//Nicole Weniger

Die Künstlerin, Nicole Weniger, möchte den SchreiraumbenützerInnen die Möglichkeit geben, für kurze Zeit aus dem Stadtgeschehen auszubrechen. Die therapeutische Wirkung von Natur wird mitten im urbanen Raum erfahrbar gemacht.

Schreien, Juchzen, Jodeln, rufen oder singen kann man noch bis 6.Oktober 2013 am Landhausplatz.

Foto: Nicole Weniger

das urbansprichtkunst-team//na